21) Nairobi – Kenia

21) Nairobi – Kenia

Mir fiel es in Nairobi schwer die Kamera auszupacken. Ich hörte wie die Stadt schweigte, stillstand als ich das machte. Als wir durch die Stadt spazierten, fiel mir auf, dass ich keine einzige hellhäutige Person gesehen habe. Als ich die Kamera ausgepackte, habe ich gemerkt, dass ich nicht nur optisch sondern auch finanziell anders war. Ich habe eine Karte bei einer Pension bekommen, die zeigt welche Straßen in der Innenstadt sicher sind. Ich sah im Elendsviertel eine von Kindern gemalte Karte. Die Karte zeigt wo Leute mit Schusswaffen übefallen werden und wo mit Macheten. Ich sah Internetseiten wo stand, dass sie die gefärlichste Stadt der Welt sei. Vorurteile und sugerierte Angst, sind zwei sehr unterschiedliche Sachen, bei denen es mir schwer fällt sie nicht zu verwechseln. Das Erlebnis war unvergesslich, schwierig und traumhaft. Alles voller Leute, die sich wie Ameisen bewegten, oder das war zumindest mein Eindruck. Als ich merkte, dass dieselben Leute die gestern versucht haben mich zu beschwindeln immer näher kamen und sich an mich erinnern konnten, dann begriff ich, dass dieses Menschengedränge ein System hatte, dem ich nicht angehörte.