1) Nairobi – Kenia

1) Nairobi – Kenia

Auf unserer Fahrt durch das Elendsviertel Krogocho in Kenia lernten wir mehr über das Leben an einem Tag als ich mir jemals vorstellen könnte. Der Eingeborene Paphael ging mit uns durch seine Stadt und zeigte uns sowohl das Positive als auch das Negative was sich da befindet. Wir redeten mit Männern, die versucht haben Beleuchtung in einem Wellblechhäuschen zu installieren. Die Beleuchtung bestand aus einer zwei Liter Cola Flasche, die mit Wasser gefüllt ist und in ein Loch im Dach getan wird. Das geht aber langsam, weil sie das Geld für Dichtungsmittel nicht haben, was 50 isk für jedes Haus kostet. Die wollen das aber lieber machen als Strom vom Staat zu klauen. Wir trafen Kinder die von Mülldeponien gerettet wurden und besuchten eine Familie, die so gut wie nichts hatte uns aber haben trotzdem Brot und Trinken angeboten. Noch nie wurde mir so wenig angeboten was auch so viel war. Das Leben ist so relativ. Wir besuchten auch einen Kindergarten für Kinder die eine Behinderung haben. In einer Gesellschaft, wo Dienstleistung kaum existiert und Menschen die nicht für ihr eigenes Essen arbeiten können hungern, war es schön diese Zuneigung die dort herrschte und die Fröhlichkeit der Kinder zu sehen. Man sieht so viel Hoffnung mitten in der Hoffnungslosigkeit. Als wir den Spielplatz betraten rannten die Kinder zu uns und wollten, dass wir sie aufnahmen und umarmten. Das Lächeln verloren sie auch nicht als wir angefangen haben mit ihnen zu spielen. Luftballons aufzublasen die wir ihnen geschenkt haben und einfach das Zusammensein genießen. Mitten im Spaß fingen mich diese Augen, die nie vergessen werden. Die Gefühle die folgten traten fest in den Bauch. Da stand Traurigkeit immer kurz davor. Schwierigkeiten, die ich mir nicht vorstellen kann war der Alltag bei diesen Kindern.